Shamel Pitts: Black Velvet – Architectures and Archetypes

(New York/USA)

Zwei Körper glühen wie aus flüssigem Metall, ertasten im Dunkel ihre Konturen. Rasierte Köpfe und nackte Oberkörper verwischen die Grenze zwischen maskulin und feminin, der Tanz bewegt sich von formalisierten Mustern zu unkontrollierten Explosionen der Körper. Die Lendentücher des Paares suggerieren einen archaischen Ursprung, geometrische Strukturen weisen zur Technologie der Zukunft: Architectures and Archetypes heißt der Untertitel dieser multidisziplinären Performance, mit der Shamel Pitts die Farbe Schwarz feiert. Der „Schwarze Samt“ des Titels ist weich in der Textur, er absorbiert aber auch das Licht und reflektiert es in einer ganz eigenen, verschatteten Weise – was auf der Bühne auf einzigartige Weise durch die Lichtprojektionen von Lucca Del Carlo erlebbar wird. Was heißt es, heute schwarz zu sein? Was signalisieren halbnackte Körper in einer übersexualisierten Gesellschaft – können sie auch einfach nur schön sein? Der New Yorker Shamel Pitts tanzte lange in der Batsheva Dance Company und lehrt Ohad Naharins Gaga-Sprache, die Brasilianerin Mirelle Martins wurde bei ImPulsTanz Wien für ihre „überragende Performance“ gefeiert.

„Als goldglänzende Fetischkörper scheinen die bis auf Lendentücher Unbekleideten aus der Frühzeit des Menschen aufgestiegen zu sein.“ – Der Standard, Wien

„Eine Performance, in der Analogien zwischen choreographiertem Tanz und architektonischem Entwurf gezogen werden.“ – corpusweb.net

Choreographie: Shamel Pitts | Kreation & Performance: Shamel Pitts, Mirelle Martins | Licht & Videodesign: Lucca Del Carlo | Premiere: 11. November 2016, São Paulo | Dauer: ca. 55 Minuten ohne Pause

Termine & Preise

VVK: 25,– / erm.: 23,– / U18: 15,–
inkl. Geb.

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